Tagesbaustellen mit fahrbaren Absperrtafeln sind eine unabdingbare Einrichtung zur Pflege und Unterhaltung von Bundesautobahnen. Auch bei Bankett- und Mäharbeiten, zur Durchführung von Sofortmaßnahmen nach Unfällen, zur Absicherung von Gefahrenstellen oder für Reparaturen an Fahrbahnen und Schutzplanken werden Sicherungsanhänger und Vorwarneinrichtungen eingesetzt. Täglich ist so eine Vielzahl von kurzfristigen Absicherungen auf Bundesautobahnen notwendig. Aufgebaut werden die Maßnahmen nach den Regelplänen der RSA 95.

Leider kommt es häufig zu Unfällen mit fahrbaren Absperrtafeln. Als Hauptunfallursachen die zu ungebremsten Auffahrunfällen führen, sind oftmals Übermüdung, zu dichtes Auffahren oder Unachtsamkeit der Verkehrsteilnehmer („Sekundenschlaf“), angegeben. Die Gefahren für die Arbeitskräfte bei der Einrichtung und Unterhaltung dieser Tages- und Nachtbaustellen sind nicht zu unterschätzen. Die Unfälle in solchen Absicherungen haben eine erhebliche Schadensquote. Jedes Jahr sind leider Schwerverletzte und Tote von Straßenwärtern und Verkehrsabsicherern zu beklagen. Man muss aber auch einmal an die Mitarbeiter denken, die sich gerade noch mit einem beherzten Sprung hinter die Schutzplanke retten und so einem Unfall entrinnen konnten. Wie viel Überwindung mag es kosten, nach einem solchen Geschehen wieder auf der Autobahn arbeiten zu können? Zum Schutz der Arbeitskräfte und der Verkehrsteilnehmer sollten daher alle bekannten technisch möglichen Maßnahmen ergriffen werden. Bei Sicherungsarbeiten auf Bundesautobahnen wird von den Autobahndirektionen sogar häufig vorgeschrieben, dass für Sicherungsarbeiten mittels Warnleitanhänger ein Zugfahrzeug mit min. 7,5 t zu verwenden ist, bei Nachtbaustellen zum Teil sogar 18 t, da das Zugfahrzeug auch als „Puffer“ dient. Zum eigenen Schutz darf sich der Fahrer während einer Sicherung nicht im Fahrzeug befinden. Werden ausreichende Sicherungsmaßnahmen getroffen, kommt es bei einem Unfall lediglich zum Blechschaden und Personen bleiben unversehrt.

Dennoch sollte für alle Verkehrsteilnehmer gelten: „Lieber vorausschauend als unfallbauend!“